Generationen, Familie und Integration
Miteinander Chancen nutzen
Familie
Die Unterstützung von Familien ist ein zentraler Schwerpunkt unserer Politik. Engagiert stärken wir Eltern besonders bei der Erfüllung ihres Erziehungsauftrags. Mit qualitativ hochwertigen Angeboten für Bildung, Betreuung und Erziehung von Kindern investieren wir in die Zukunft. Denn hier werden neben dem Elternhaus wesentliche Weichen für spätere Bildungs- und Erwerbsbiographien gestellt.
Düsseldorf - Mit dem Kinderbildungsgesetz, das seit dem 1. August 2008 in Kraft ist, verbessern wir die Chancen für Kinder und Familien enorm:
- Wir investieren insbesondere in die Erziehung und frühe Förderung,
- stärken die Bildung von Anfang an,
- bauen das Betreuungsangebot für Unterdreijährige aus,
- schaffen eine individuelle Förderung,
- ermöglichen eine echte Wahlfreiheit für Eltern und
- begünstigen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Durch unsere politische Schwerpunksetzung haben wir die große Betreuungslücke bei den unterdreijährigen Kindern innerhalb von nur drei Jahren deutlich verkleinert. Mit 44.600 Plätzen im Jahr 2008 hat sich das Betreuungsangebot gegenüber dem Jahr 2005 bereits vervierfacht. Noch in diesem Jahr werden insgesamt 86.000 Betreuungsplätze für Unterdreijährigen zur Verfügung stehen, davon 66.000 in Betreuungseinrichtungen und 20.000 Plätze in der Tagespflege.
Eine besondere Schlüsselrolle kommt den Familienzentren zu. Als Knotenpunkte unterstützen sie Eltern im Rahmen von Erziehungspartnerschaften. Sie bündeln vielfältige Dienste und Angebote für Familien, die durch eine sehr geringe Zugangsschwelle charakterisiert sind. Bereits heute gibt es 1.500 bestehende oder angehende Familienzentren. Unsere Zielmarke liegt bei 3.000 Familienzentren im Jahr 2012.
Mit unserer Initiative "Pakt mit der Jugend" geben wir der Jugendpolitik Impulse und fördern soziale Verantwortung junger Menschen. Jugendarbeit hat für uns einen herausragenden Stellenwert und wir unterstützen ihre Aktivitäten sehr engagiert. Ziel des Pakts ist es, ein Klima des Miteinanders zu schaffen, die Bildungsaktivitäten zu fördern, eine bessere Integration von Kindern mit Zuwanderungsgeschichte über interkulturelle Arbeit zu gewährleisten sowie den Zusammenhalt der Generationen zu fördern. Mit dem Pakt erreichen wir mehr als ein Drittel unserer Kinder und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen.
Generationen
Die Bevölkerung unseres Landes wird immer weniger, immer bunter und immer älter. Das sind neue Herausforderungen, die durch den demographischen Wandel hervorgerufen werden. Diese Entwicklung beinhaltet aber auch zahlreiche Chancen, die wir bewusst ergreifen. Wir stärken intensiv den Generationendialog, um das Potenzial des Miteinanders besser zu nutzen. Dabei setzen wir auf generationenübergreifende Projekte in unterschiedlichen Lebensbereichen: beim Zusammenwohnen, zwischen Schulen und Senioreneinrichtungen, zwischen Zugewanderten und Einheimischen im Stadtteil. In solchen Projekten helfen beispielsweise ältere Menschen Jüngeren als Mentoren, junge Menschen unterstützen Ältere im Wohnalltag, Erwachsene tragen ihr Wissen in die Hauptschulen oder Jüngere zeigen Älteren den Umgang mit PC-Technik.
Ebenso untermauern wir die Bedeutung des Ehrenamts. Sechs Millionen Bürger sind in unserem Land ehrenamtlich aktiv, wobei die Tendenz weiter steigt.Mit der Einführung der Ehrenamtskarte im Herbst 2008 haben wir eine innovative Form der Wertschätzung für dieses Engagement auf den Weg gebracht, das es in Zukunft fortzuführen gilt
Integration
Nordrhein-Westfalen ist ein weltoffenes Land mit einer großen Integrationstradition. Unzählige Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur haben bei uns ihre Heimat gefunden. Diese Tradition wollen wir lebendig halten und fortentwickeln. Die Gleichzeitigkeit aus Fördern und Fordern garantiert dabei Erfolge und macht Nordrhein-Westfalen zum Land der neuen Integrationschancen.
Sprache und Bildung sind zwei zentrale Schlüssel zur Integration. Daher unterstützen wir ausdrücklich die landesweite Sprachstandsfeststellung für Kinder zwei Jahre vor der Einschulung sowie das Netzwerk „Integration durch Bildung“, das im Sommer 2008 gestartet ist. Zudem wollen wir verstärkt Schulabgänger mit Zuwanderungsgeschichte für den Lehrerberuf gewinnen.
Wir respektieren, dass Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in unterschiedlicher Weise den Weg der Integration gehen können und wollen. Aber für alle gilt: Unsere Leitkultur ist das Grundgesetz, zu dem sich alle hier Lebenden bekennen müssen. Darüber hinaus werben wir für die im Oktober 2008 gestartete Einbürgerungskampagne „Hier sind wir zuhause“, denn Einbürgerung wirkt wie ein „Integrationsturbo“.
Eine-Welt-Politik
Nordrhein-Westfalen mit seinen vielfältigen Außenbeziehungen spielt auch in der Entwicklungspolitik eine wichtige Rolle: Nirgendwo sonst in Deutschland sind mehr Organisationen und Institutionen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit beheimatet. Um Armut und Hunger in der Welt zu bekämpfen und Bildung zu fördern, setzen wir uns für die so genannten „Milleniumsentwicklungsziele“ der Vereinten Nationen ein. Dies haben wir unter anderem in einem interfraktionellen Antrag deutlich gemacht, der durch unsere Initiative entstanden ist.
Quelle: CDU-Landtagsfraktion NRW
aktualisiert von Jutta Biedebach, 11.08.2009, 15:41 Uhr
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