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Ausschuss für Generationen, Familie und Integration
| 19.07.2007, 17:43 Uhr |
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Themen
Familien- und lntegrationspolitik in Nordrhein-Westfalen partnerschaftlich gestalten
Familie
Familien und ihre Kinder sind unsere Zukunft. Deswegen wollen wir Nordrhein- Westfalen zum kinder- und familienfreundlichsten Bundesland machen. Neue Chancen für Kinder zu entwickeln und Familien bei der Erfüllung ihres Erziehungsauftrags zu unterstützen, sind unsere wichtigsten Aufgaben. Neben der Politik spielen hier auch die Gesellschaft und die Wirtschaft eine wichtige Rolle.
Die von der Koalition neu eingerichteten Familienzentren werden bei der Förderung der Kinder und der Unterstützung der Familien eine Schlüsselrolle spielen. Ausgangspunkt für die Familienzentren sind bestehende Kindertagesstätten, weil es dort bereits ein großes Vertrauensverhältnis zwischen Eltern und Kindertageseinrichtungen gibt. Die Familienzentren werden zu “Knotenpunkten", an denen Angebote und Dienste für Familien gebündelt werden. Zusammen mit den Ganztagsschulen bilden sie ein lückenloses, bedarfsgerechtes und verlässliches Betreuungsgefüge, das eine optimale Förderung von Kindern gewährleistet.
Familienzentren sind die Orte, an denen
• Kinder verlässlich betreut werden,
• Kinder ihre ersten außerfamiliären Bindungen erfahren,
• Kinder sprachlich besonders gefördert werden,
• Familien Rat und Hilfe bekommen durch die Vernetzung vorhandener Hilfs- und Beratungseinrichtungen,
• qualifizierte Tagesmütter oder Tagesväter vermittelt werden.
Wir wollen die frühkindliche Bildung ausbauen und verbessern. Neben dem Ausbau der institutionellen Angebote setzen wir daher auch auf einen Ausbau von Betreuungsplätzen in der qualifizierten Tagespflege. Das Ziel ist eine bessere Vernetzung der vorhandenen Akteure, eine bessere Qualifikation der Erzieherinnen und Erzieher sowie eine Stärkung des Elternwillens.
Sprachkompetenz ist die Basis, um vermitteltes Wissen zu erlernen. Schon mit Eintritt in den Kindergarten soll die Förderung der Sprache besonders beachtet werden. Deshalb sind verbindliche Sprachtests für alle Kinder im vierten Lebensjahr eingeführt worden. Stellen sich bei diesen Sprachtests Defizite heraus, bieten die dann verpflichtenden Sprachkurse die Möglichkeit, diese Mängel bis zur Einschulung auszugleichen.
Generationen
Zusammenhalt der Generationen ist für Zukunft unserer Gesellschaft entscheidend. Deshalb haben wir in Nordrhein-Westfalen als erstes Bundesland ein Generationen-Ministerium eingeführt. Damit wollen wir den anstehenden Herausforderungen des demographischen Wandels in besonderer Weise begegnen. Der demographische Wandel stellt unsere Gesellschaft in den kommenden Jahren vor ganz neue Herausforderungen. Seit Beginn der 1970er Jahre ist jede Generation um rund ein Drittel kleiner als ihre Elterngeneration. Zugleich werden wir immer älter, wodurch die Zahl der älteren Menschen ansteigt. Diese Entwicklung beinhaltet neben großen Herausforderungen auch zahlreiche Chancen. Ältere nehmen gerne aktiv am gesellschaftlichen Leben teil. Unsere Gesellschaft braucht die Erfahrungen dieser älteren und aktiven Menschen. Wir werden Projekte und Modelle erarbeiten, wie dieses Potenzial besser genutzt werden kann.
Unser Ziel ist eine Kultur der gemeinsamen Verantwortung aller Generationen. Durch Maßnahmen für die Stärkung von Zusammenhalt und Zusammenarbeit der Generationen wollen wir die Zukunftsfähigkeit von Wirtschaft und Gesellschaft stärken.
Integration
Nordrhein-Westfalen ist ein Land mit einer großen lntegrationstradition. Es ist für unzählige Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur zur Heimat geworden. Diese Herkunftsvielfalt macht unsere Gesellschaft reicher. Den Versäumnissen der Vergangenheit bei der schulischen, sozialen, wirtschaftlichen, städtebaulichen und kulturellen Integration begegnen wir offensiv. Das Gelingen der Integration ist entscheidend für die Zukunft und den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Entscheidende Integrationsvoraussetzungen sind für uns das Beherrschen der deutschen Sprache sowie das klare Bekenntnis zu den Werten unserer Verfassungsordnung. In unserem Land lebt rund eine Million Muslime. Sie haben für unser Land eine herausgehobene Bedeutung. Bislang gibt es auf Landesebene aber noch keinen einheitlichen Ansprechpartner der Muslime. Gelingende Integration braucht aber auch tragfähige Strukturen. Wir wollen klare Kriterien für die Errichtung einer repräsentativen legitimierten Vertretung der Muslime auf Landesebene entwickeln. Wir werben darüber hinaus für die Einrichtung eines islamischen Religionsunterrichts als ordentliches Lehrfach an öffentlichen Schulen, der gemäß Artikel 7 Grundgesetz in deutscher Sprache, unter deutscher Schulaufsicht und von in Deutschland ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern durchgeführt werden sollte.
Quelle: CDU NRW Landtagsfraktion
aktualisiert von Jutta Biedebach, 19.07.2007, 17:46 Uhr
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