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10.08.2010, 16:03 Uhr | Jutta Biedebach Übersicht | Drucken
Israelische und Deutsche Jugendliche im Landtag Nordrhein-Westfalen
Diskussion mit dem Abgeordneten Bernhard Tenhumberg und religiöses Leben in Düsseldorf

Am 6. August 2010 besuchte eine Gruppe Israelischer und Deutscher Jugendlicher den Landtag Nordrhein-Westfalen. Eingeladen hatte Bernhard Tenhumberg MdL, der den Jugendlichen persönlich das Landtagsgebäude zeigte und zur politischen Diskussion zur Verfügung stand.

Israelische und Deutsche Jugendliche mit Bernhard Tenhumberg MdL in einem der Besprechungsräume des Landtags von Nordrhein-Westfalen: Foto: Maria Th. Lausberg
 
Sein Büro hatten sich die jungen Gäste deutlich größer und vielleicht auch luxuriöser vorgestellt, aber den Wimpel Ihrer Schule, den Bernhard Tenhumberg beim letzten Landtagsbesuch als Geschenk erhalten hatte, entdeckten sie sofort. Daneben hängt seit heute eine Hamsa (hergestellt in Shoham, der Heimatstadt der Israelischen Jugendlichen) - arabisch die Hand Fatimas – sie dient als Schutz vor dem bösen Blick, khamsa wa-khamis, und ist das diesjährige Gastgeschenk.

In der Diskussion, die in englischer Sprache stattfand, war das dominierende Thema der Förderalismus. Der Staatsaufbau Deutschlands und welche Rolle NRW darin spielt interessierte politisch sehr. Die Israelischen jungen Frauen erzählten dem Abgeordneten aus Vreden in der Diskussion einiges aus Ihrer Heimat - unter anderem, dass in Israel auch die Frauen nach der Schule ihren Militärdienst absolvieren.

Die Katholische Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt in Ahaus organisiert den intensiven Gedankenaustausch zwischen Israelischen und Deutschen Jugendlichen schon seit vielen Jahren und wir sind natürlich sehr bemüht, dieses Engagement nachhaltig zu unterstützen. Im Anschluss an das Gespräch im Landtag besuchten die Jugendlichen die Mahn- und Gedenkstätte in Düsseldorf und abends die Jüdische Gemeinde in Düsseldorf. Der Besuch der Jüdischen Gemeinde ist zum festen Bestandteil dieser jährlichen Begegnung geworden.
Gemeinsam wurde der Sabbat begrüßt und beim anschließenden Abendessen im neurenovierten Saal der Jüdischen Gemeinde war ausreichend Gelegenheit die neuen Freundschaften zu vertiefen. Im Hinblick auf die Israelischen Gäste fand der Gottesdienst in hebräischer Sprache statt und der Rabbiner hatte überwiegend sehr moderne Lieder für diesen Abend ausgewählt.
Ich denke, dass die jungen Gäste auf diese Weise viele positive Eindrücke in Deutschland sammeln konnten. Wir freuen uns auf viele weitere Besuche dieser Art.
 
(Text: Biedebach)


aktualisiert von Jutta Biedebach, 10.08.2010, 16:14 Uhr


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