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09.07.2012, 09:34 Uhr | www.aktive-buergerschaft.de
Tenhumberg bei der Fachtagung Service Learning 2012
Wie lassen sich Unterricht und Bürgerengagement verbinden?

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse und bewährte Praxisprojekte, wie sich Unterricht und Bürgerengagement verbinden lassen, standen im Zentrum der Fachtagung Service Learning 2012. Vorträge, Workshops und Diskussionen boten Orientierung zu aktuellen Herausforderungen der Engagement- und Bildungsförderung. Bernhard Tenhumberg hat in seiner Funktion als familien-, kinder- und jugendpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion an der Fachtagung teilgenommen.
 

Foto: Ralf Emmerich, Aktive Bürgerschaft e.V.

Das Bildungskonzept Service Learning findet zunehmend Beachtung, denn es kann zwei wichtige Beiträge zur Zukunftsfähigkeit unseres Landes leisten: Zum einen werden soziale und kognitive Kompetenzen sowie Lernerfolge von Schülerinnen und Schülern gefördert, weil sie die praktische Erfahrung machen, dass sie nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen. Zudem wird Service Learning den Anforderungen nach handlungs- und kompetenzorientiertem Lernen besonders gerecht. Zum anderen lässt sich Bürgerengagement kaum durch politische Appelle oder externe Anreize herbeiführen.Kluge Service Learning-Projekte können jedoch frühzeitig die intrinsische Motivation für Bürgerengagement wecken, gesellschaftliche Teilhabe fördern und Demokratie stärken. Ferner lassen sich in Schulen junge Menschen herkunftsunabhängig erreichen.Unsere Fachtagung 2012 haben wir deshalb unter das Motto gestellt: „sozialgenial-Schulprojekte: gut für Bildung und Bürgerengagement“!
 

Ausgewiesene Bildungs- und Engagementexperten, Service Learningerfahrene Lehrer und ideenreiche Schüler zeigen, was Service Learning ausmacht: konkrete Erfahrungen sammeln, Neues entdecken und dabei lernen und Wissen vertiefen. Wie sich Service Learning genau auf die Förderung von Bildung und Bürgerengagement auswirkt, wollen wir nicht nur beispielhaft, sondern auch wissenschaftlich fundiert herausfinden. Hierzu fördern wir die Wirkungsstudie Service Learning, die von der Universität Oldenburg durchgeführt wird. Erstmals sollen in Deutschland repräsentative Erkenntnisse über die Wirkung von Service Learning an Schulen gewonnen werden. 1.200 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 8 und 9 aus Schulen in Nordrhein-Westfalen wurden befragt. Erste Ergebnisse stellen wir auf der Fachtagung vor.


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