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Presse
20.01.2010, 18:19 Uhr | Sandra Lütke-Bohmert Übersicht | Drucken
"Missbrauch der Zeitarbeit à la Schlecker muss gestoppt werden!"
Tenhumberg MdL bricht im Landtags-Plenum eine Lanze für den positiven Ruf von Zeit- und Leiharbeit


In seiner heutigen Rede im Plenum des NRW-Landtags hat der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Bernhard Tenhumberg vor Lohndumping und Missbrauch von Zeit- und Leiharbeit gewarnt.


"Durch einige skrupellose Gesellen ist die Zeitarbeitsbranche in negative Schlagzeilen geraten - wir müssen dafür sorgen, dass das grundsätzlich gute und sinnvolle Modell der Zeitarbeit durch einige Wenige, die den Missbrauch vollziehen, nicht in Verruf gebracht wird", erklärte Tenhumberg, der unter anderem stellvertretender Vorsitzender des NRW-Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales ist. In seinem Wahlkreis erlebe er Zeitarbeit als mit Abstand wirtschaftlichste Form der Arbeitsmarktintegration von Arbeitslosen, die für die Fülle des Arbeitslebens stehe: Hilfsarbeiter, Schlosser, Buchhalter, Ingenieure oder IT-Experten - alle Branchen seien dort vertreten. "Zeitarbeitnehmerinnen und -arbeitnehmer sorgen außerdem durch ihre Flexibilität für dringend notwendige Impulse und Veränderungen in heimischen Leihunternehmen - das dürfen wir nicht kaputt machen!" Tenhumberg verspricht sich dafür einzusetzen, dass systematische Tarifflucht, um Tarifverträge auszuhebeln und Stammbelegschaften zu ersetzen, künftig verhindert wird. "Wir müssen Wege suchen und finden, die aktuelle negative Entwicklung des Systems Zeit- und Leiharbeit zu verhindern, Fehler im System müssen korrigiert werden", so Tenhumberg. Im zuständigen Ausschuss will er jetzt an den notwendigen Korrekturen mitwirken, um heimischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern Sicherheit zu geben. "Leiharbeit darf nicht missbraucht werden, Löhne zu drücken und feste Arbeitsverhältnisse abzubauen. Sie ist dazu da, betriebliche Auftragsspitzen abzufangen oder im Falle von Urlaub oder Krankheit Vertretungen bereitzustellen."

aktualisiert von Jutta Biedebach, 21.01.2010, 11:22 Uhr

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